Wasserführende Kamine heizen das ganze Haus

Wasserführender kamin

Wasserführender kaminJens Büttner Wohlige Wärme an kalten Tagen versprechen wasserführender kamin – wer umrüsten will, sollte die Monate zwischen den Heizperioden nutzen.

Eine knisternde, wohlige Wärme im Wohnzimmer schafft jeder Ofen. Manche können aber noch mehr: Sie werden an das Heizungssystem angeschlossen und heizen so nicht nur einem Raum, sondern dem ganzen Haus ein.

Ein Kaminofen im Wohnzimmer ist der Inbegriff von Gemütlichkeit. Klassische Öfen geben ihre Wärme jedoch nur an diesen einen Raum ab.

Und für den produzieren sie meist mehr Energie als notwendig. Wasserführende Öfen dagegen werden in den Heizkreislauf integriert, so dass die überschüssige Energie genutzt werden kann. Wer umrüsten will, sollte die kommenden Monate zwischen den Heizperioden nutzen.

In einem Passivhaus kann ein automatisch beschickter wasserführender Ofen als Zentralheizung dienen. Woanders ergänzt er eine Gas-, Öl- oder Brennwertheizung.

„Als ein Element in einem multivalenten Heizsystem ist ein wasserführender Ofen prinzipiell in den meisten Häusern vorstellbar“, erklärt Hanno Lang-Berens, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Bayern in München. Dadurch kann ein Teil der fossilen Energieträger durch Biomasse ersetzt werden.

„Ein wasserführender Ofen gibt nur einen Teil seiner Wärme als Strahlungswärme an den Aufstellraum ab“, erläutert Annekathrin Schmitt vom HKI Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik in Frankfurt am Main.

„Der andere Teil wird über einen Wasserwärmetauscher entzogen, über einen Pufferspeicher in das Zentralheizsystem eingespeist und dort zum Heizen weiterer Räume oder zur Warmwasserbereitung genutzt.“



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